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BECKENRAND SHERIFF

Eine ebenso komische wie tiefsinnige deutsche Komödie mit Milan Peschel und Sebastian Bezzel

Regisseur Marcus H. Rosenmüller („Trautmann“) schenkt uns eine sehenswerte Komödie mit viel Witz, Charme und einem großartig grantelnden Milan Peschel („Der Nanny“) als Bademeister Karl mit Prinzipien. Einer seiner größten Widersacher ist Sebastian Bezzel (Rita Falks Eberhofer-Reihe) als Bauunternehmer, der jede Chance nutzt, um Geld zu machen. Er würde dafür sogar Karls Arbeitsplatz kostenlos abreißen.

Die Bürgermeisterin (Gisela Schneeberger) würde das Freibad von Grubberg am liebsten gleich schließen. Die Anlage ist zu alt, ihr Unterhalt zu teuer. Albert Dengler (Sebastian Bezzel) ist nur zu gerne bereit, das Anliegen zu unterstützen. Auf dem Grundstück könnte er jede viele Wohnungen errichten! Doch beide haben die Rechnung ohne den Bademeister Karl (Milan Peschel) gemacht. Dieser will seinen Arbeitsplatz erhalten, an dem er schon seit 30 Jahren für Recht und Ordnung sorgt.

Mit einem Bürgerbegehren könnte er das unsägliche Vorhaben aufhalten. Voraussetzung dafür sind jedoch mindestens 600 Unterschriften. Kein leichtes Unterfangen für Karl. Denn nicht mal die wenigen verbliebenen Badegäste sind gut auf ihn zu sprechen. Vor allem mit Dr. Rieger (Rick Kavanian) legt er sich ständig an. Der schafft es aber auch einfach nicht, vom 5-Meter-Turm zu springen – und der Sprungturm ist ja schließlich kein Stehturm!


Währenddessen ist Karls nigerianischer Bademeister-Azubi Sali (Dimitri Abold) bestens integriert – zumindest besser als er selbst. Doch Sali möchte eigentlich nur nach Kanada auswandern. Als Sali die Profischwimmerin Lisa (Sarah Mahita) kennenlernt, beginnt er an seinem Plan zu zweifeln. Soll er bleiben, Karl helfen und damit auch Lisas Zufluchtsort retten?



Land: D 2021; Länge: 113 Min.; Regie: Marcus H. Rosenmüller

Darsteller: Milan Peschel („Gundermann“, „Boxhagener Platz“), Johanna Wokalek („Die Päpstin“, „Nordwand“), Dimitri Abold u.a.