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DIE STIMMER DES REGENWALDS

Die wahre Geschichte des

Umweltaktivisten Bruno Manser

Vom verträumten Seelenheilsucher zum engagierten Umweltschützer. Regisseur Niklaus Hilber zeichnet den Werdegang des Schweizer Ethnologen und Umweltaktivsten Bruno Manser nach. „Die Stimme des Regenwaldes“ beinhaltet alles, was großes Kino und ein Publikumserfolg braucht: Spannung, Kontraste, eine reale Heldenfigur mit einer Mission, einen starken Bezug zu aktuellen Themen und ein Drehbuch, das Sehnsucht gekonnt als Projektionsfläche für Gefühle einsetzt.


Der Regenwald ist wichtig für das Klima, für seinen Erhalt kämpfen viele Ökoaktivisten. Dass es so gekommen ist, verdankt man auch dem Basler Bruno Manser. Er lebte einige Jahre im Regenwald von Borneo und nahm – als Mitte 1980er-Jahre dessen Massenabholzung begann – zusammen mit den einheimischen Penan den Kampf für den Erhalt ihres Lebensraumes auf.


Minutenlang fliegt die Kamera über eine bewaldete Hügellandschaft; auf einem Boot lässt sich Bruno Manser in den Dschungel führen.

Ob er da wirklich bleiben wolle, fragt der Bootsmann, und warnt, es sei gefährlich und werde ihn das Leben kosten. Manser aber bleibt und schlägt sich durch den Dschungel, bis er nach Tagen auf eine Gruppe einheimischer Penan trifft. Behutsam nähert er sich den Nomaden an, lernt ihre Sprache und Lebensweise.


Bis Manser zur ersten Schneise der Verwüstung geführt wird, schwelgt Hilbers Film in paradiesischer Idylle – doch mit Auftauchen der Holzfäller ist die Idylle vorbei.


Pressestimmen:

„... vor allem Nick Kelesau in der Rolle Segas erweist sich als schauspielerisches Naturtalent. Ein eigentlicher Glücksgriff aber ist Sven Schelker als Manser.“ (cineman.ch)



Land: USA 2020; Länge: 99 Min.; engl. OmU; Regie: D. W. Young

Dokumentation mit Sven Schelker, Charlotte Heinimann, Daniel Ludwig u.a.