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EINE NACHT IN HELSINKI

Mika Kaurismäki („Master Cheng“)

empfiehlt Corona gegen den Pandemiefrust

Mika Kaurismäki inszenierte ein leichtes, intimes Drama über drei Männer während der Pandemie, die bei Sandwiches und Bier einfach die Seele baumeln lassen – oder eine wunderbar-amüsante Therapiesitzung an der Bar gegen das Lockdownsyndrom. Begleitet wird die Szenerie vom ständigen Brummen des Kühlschranks, das die illustere Truppe an die nächste Runde zu erinnern scheint, und einigen Kinder, die hereinplatzen, Bier fordern und schnell mit einer kostenlosen Flasche Corona besänftigt werden. Pandemie-Humor vom Feinsten. Danke.


Helsinki während der Pandemie bei Nacht. Das Leben ist nahezu erloschen. Die Bars sind geschlossen. Die Ausgangssperre in Kraft getreten. Dennoch sind Menschen vereinzelt unterwegs.


Wie es der Zufall will, treffen sie sich in jener geschlossenen Bar, in der Heikki die Tür nicht abgesperrt hat. Wegen der Corona-Maßnahmen steht er unter enormem finanziellen Druck. Es könnte die letzte Nacht für sie sein, denn Heikki hat eigentlich eine Entscheidung getroffen. Doch bei viel Wein kommt er mit seinen nächtlichen Gästen ins Gespräch.


Krankenpfleger Risto hat eine lange und tragisch endende Schicht hinter sich. Die spätere Ankunft eines Fremden, der die Geburt seines Enkelkindes erwartet, erregt Verdacht, vor allem nachdem im Radio von einem Mord in der Gegend berichtet wird.



Land: FIN 2020; Regie:  Mika Kaurismäki; Länge: 90 Min.

Darsteller: Kari Heiskanen, Anu Sinisalo, Pertti Sveholm, Timo Torikka u.a.