ASTRID LINDGREN – DIE MENSCHEIT HAT DEN VERSTAND VERLOREN
Die unbekannte Seite der Kinderbuchautorin
Geplant ab 22.01.2026 im Kino am Raschplatz
D/S 2024, 98 Min., Regie: Wilfried Hauke, mit Sofia Pekkari, Tom Sommerlatte, Edda Braune u.a.
Tagebücher sind oft nur für den Verfasser interessant. Doch es gibt Ausnahmen. Eine solche Ausnahme sind auch die Tagebücher, die Astrid Lindgren in den Kriegsjahren von 1939 bis 1945 führte. Mit ihren Einträgen hat sie nicht nur eine Chronik von Schweden im 2. Weltkrieg verfasst, sondern auch ihr nicht immer einfaches Familienleben beschrieben und die Entstehungsgeschichte von „Pippi Langstrumpf“ zu Papier gebracht. Wilfried Hauke hat einen bewegenden und sehenswerten Dokumentarfilm über die Entstehung dieser Tagebücher gedreht.
Eine unbekannte Seite im Leben der Erfolgsautorin wird in den neu erschienenen Kriegstagebüchern sichtbar. Begonnen hat Astrid Lindgren die Aufzeichnungen bei Kriegsbeginn, im Jahr 1939. Sie ist damals 32 Jahre alt. Mutter von zwei Kindern, Ehefrau von Sture Lindgren. Und tief besorgt über den Zustand der Welt.
Sie liest Zeitung, schneidet Bilder von Mussolini, Stalin und Hitler aus, klebt alles in ihr Tagebuch. Sie möchte verstehen. Und kommt doch zum Schluss: „Die Menschheit hat den Verstand verloren.“
Eine weitere ergiebige Quelle ist ihre neue Arbeitsstelle. Ab 1940 arbeitet sie, die zuvor als Sekretärin des schwedischen Automobilclubs tätig war, bei der Briefzensur des schwedischen Staates.
Im Auftrag des Geheimdiensts liest sie die Briefe ihrer Mitbürger und erfährt so, wie der Krieg das Leben der Menschen und ihr Denken verändert. Und ganz nebenbei beschreibt sie in ihren Tagebüchern, wie sie beginnt, ihrer Tochter Geschichten über ein rebellisches Mädchen namens „Pippi Langstrumpf“ zu erzählen …
Pressestimmen:
„Er macht nicht nur Lust darauf, Astrid Lindgrens Tagebücher selbst zu lesen, sondern er zeigt auch ihre Entwicklung zur Schriftstellerin.“
(programmkino.de)
„Die Tagebücher zeigen eine sehr politisch denkende, mitfühlende junge Frau.“ (srf.ch)