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HOPE

Autobiografisch gefärbtes Drama der norwegischen Regisseurin Maria Sødahl

Schwedens Schauspiel-Star Stellan Skarsgård gibt den unterkühlten Künstler, dessen Partnerin kurz vor Weihnachten erfährt, dass sie einen Hirntumor hat. Das Drama erzählt weniger eine Leidensgeschichte, als vielmehr davon, wie der Krebs zum Katalysator wird, sich über verdrängte Probleme der langjährige Beziehung Gedanken zu machen. Schweden hofft mit „Hope“ auf einen Oscar. Der wie immer grandiose Stellan Skarsgård hat allemal jeden Preis verdient.


Das anstehende Weihnachtsfest ist ruiniert. Anja hat völlig überraschend von den Ärzten das Todesurteil bekommen. „Ich habe es immer gefühlt“, sagt sie ihrem Partner Tomas. Den Kindern will die Mutter die schrecklichen Neuigkeiten verschweigen.


„Du musst mich nicht lieben, weil ich sterbe. Aber ich muss wissen, ob du mir hilfst“, fordert sie von Tomas. Dies ist erst der Anfang einer ebenso langen wie unerbittlichen Reflektion über die langjährige Beziehung des Paares, bei der vieles offenkundig verdrängt und verschwiegen wurde. Vollgepumpt mit Medikamenten, verliert Anja bisweilen die Orientierung. Dass während der Feiertage jene dringend benötigten Fachärzte nicht verfügbar scheinen, sorgt für eine schier kafkaeske Stimmung ...


Pressestimmen:

„... ambitioniertes Arthaus-Drama der nachhaltigen Art, das sich lohnt – nicht nur wegen Stellan Skarsgård.“ (programmkino.de)


„In ihrem einfühlsamen Porträt einer ­Beziehung unter Druck hat Maria Sødahl einen Weg gefunden, realistisch genau zu erzählen, ohne die fiktionale Spannung aufzugeben.“ (epd-film.de)


„Ein starkes skandinavisches Drama über Liebe und Krankheit.“ (Screen International)


Land: N/S 2019; R.:  Maria Sødahl; L.: 123 Min.

Darsteller: Andrea Bræin Hovig, Stellan Skarsgård, Elli Müller Osborne u.a.