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WILLKOMMEN IN SIEGHEILKIRCHEN

Der Deix-Film – politisch brisant, mit bissigem Humor und viel Schmäh

Mit seinem Arthouse-Superhit „Wer früher stirbt, ist länger tot“ feierte Regisseur Marcus H. Rosenmüller seinen größten Erfolg und löste einen bayerischen Regionalkomödien-Kino-Hype aus. Jetzt legt er mit einem tiefschwarzen Animationsfilm nach. Das Ergebnis ist grandiose Hommage an den österreichischen Karikaturisten Manfred Deix. Die Coming-of-Age-Geschichte eines nicht nur sexuellen, sondern auch politischen Erwachens Ende der 1960er-Jahre in einer bigotten Welt auf dem Land überzeugt in allen Belangen.


Im erzkatholischen Siegheilkirchen, einem kleinen Ort im Hinterland der Alpenrepublik, ringt in den 1960er-Jahren der von allen nur „Rotzbub“ genannte Spross angepasster Wirtsleute mit dem brav-spießigen Dasein seiner Heimat.


Durch sein Zeichentalent, das sich in Höchstgeschwindigkeit Bahn bricht, verschafft er nicht nur seiner eigenen Frustration ein Ventil. Er bietet seinen Mitschülern auch beste Unterhaltung, wenn er die lachhafte Obrigkeit einer Orgie schamlosen Gelächters aussetzt. Auch seine Angebetete, die bildschöne Mariolina (Gerti Drassl), kann er damit vom bösartigen Nachsteigen einer Handvoll Ewiggestriger retten ...


Pressestimmen:

„Wer Deix‘ bösen österreichischen Humor mag (...) wird diesen Film lieben.“ (Süddeutsche Zeitung)


„Fernab vom lieblichen Disney-Standard.“

(BR Kino Kino)


„Ein mutig rotziger Film.“ (Abendzeitung)


„Hochpolitisch, komisch und sauböse ...“ 

(Blickpunkt: FiIm)


„Derb – aber mit dem Herz am rechten Fleck.“ (filmstarts.de)



Land: D 2022; Regie: Marcus H. Rosenmüller,

Santiago Lopéz Jover; Länge: 85 Min.